Die Obergrenze ist tot - Es lebe die Obergrenze!

Die Obergrenze ist tot – Es lebe die Obergrenze!

Damit hat der “Bayerische Löwe” endgültig seine Zähne verloren: NTV meldet heute auf ihrer Webseite: “Seehofer verzichtet auf die Obergrenze und macht damit den Weg frei für die Koalition”. Da sieht man mal wieder, was der absolute Wille zum Machterhalt mit Menschen machen kann. Persönliche Überzeugungen werden da gerne mal schnell mit fadenscheinigen Erklärung einfach über Bord geworfen.

Noch am 17.07.2017 war in der Zeit Online zu lesen: Die Obergrenze ist und bleibt ein Ziel der CSU. Unbeirrt vom Widerstand der Kanzlerin bleibt die CSU bei ihren zentralen Forderungen. Die Wahlkampfharmonie mit Angela Merkel will Horst Seehofer aber nicht trüben”

Lange Zeit hatte Seehofer eine Obergrenze von 200.000 neuen Flüchtlingen pro Jahr für Deutschland zur Voraussetzung für eine zukünftige Koalition mit der CDU gemacht. Nun sagte er der ARD: “Die Situation hat sich verändert, der Kurs in Berlin hat sich verändert … Wir haben jetzt deutlich weniger Zuwanderung als zu dem Zeitpunkt, wo ich dieses Zitat gebracht hatte.” Das mag ja im Moment richtig sein, aber alle Anzeichen deuten eher darauf hin, dass es bei einer erneuten Regierung unter der Führung von Angela Merkel zu viel mehr Einwanderungen als bisher kommen wird. Und ich meine SEHR VIEL MEHR!

Eigentlich hatte ich Hoffnungen in diesen Mann gelegt, weil er unserer Kanzlerin in der Flüchtlingskrise öfters mal den Spiegel vorgehalten hat. Das hat sich damit leider erledigt. Nun gibt es wirklich nur noch eine Partei, die ernsthaft für eine geregelte Zuwanderung sorgen will: Die Alternative für Deutschland (AFD). Wer die Entwicklungen in der Flüchtlingskrise kritisch sieht sollte also sehr genau darauf achten, wem er seine Stimme am 24.09.2017 bei der Bundestagswahl gibt.

Positionen der AFD zum Thema Einwanderung

Nachtrag vom 21.08.2017: Vermutlich von sich selbst und dem Medienecho überrascht rudert Seehofer heute in den Medien schon wieder ein Stück zurück. Angeblich wäre er mißverstanden worden. Ich halte seine eigentlich klaren und deutlichen Aussagen eher für einen politischen Wetterballon um die Stimmung im Volke auszuloten. Scheinbar hat er aber mit dieser heftigen Gegenreaktion nicht gerechnet und betreibt nun Schadensbegrenzung.

Allerdings bekommt mein Beitragstitel unverhofft eine zweite Deutung. Eigentlich meinte ich damit, dass die AFD die Obergrenze nun allein fordern wird. Jetzt aber soll sie in Bayern von den Toten auferstanden sein. An Wunder glaube ich allerdings nicht.

Bildquelle: politikblog.eu

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Bayern, Deutschland, Flüchtlingskrise, Obergrenze


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