Ehe für alle!

Ehe für alle und die Folgen

Im Juli 2017 hat die große Koalition von CDU/CSU und SPD als Vorreiter mit ihrer Mehrheit im Bundestag die Ehe für alle auf den Weg gebracht. Die entsprechenden Verbände jubelten, weil damit ihr lange gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen war: Die vollständige Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Beziehungen mit der klassischen Ehe von Mann und Frau.

Unser Grundgesetz sieht (nicht ohne Grund) die Ehe zwischen Mann und Frau als besonders schützenswerte Institution an. Sie ist die Grundlage für den Fortbestand einer Gesellschaft und die Wiege für neues Leben. Eine gleichgeschlechtliche Beziehung erfüllt diese Voraussetzung ganz klar nicht.

In unserer modernen Gesellschaft gibt es die persönliche Freiheit seine Beziehungsform wählen zu können. Niemand muß hier um sein Leben fürchten, nur weil er seine Homosexualität offen auslebt, und der §175 ist zum Glück schon sehr lange Geschichte. Das ist gut so und zeichnet eine tolerante Gesellschaft aus. In vielen islamisch geprägten Ländern sieht das bekannterweise völlig anders aus und es gibt eine offene Verfolgung.

Der erste Schritt zur Gleichstellung mit der Ehe erfolgte bereits 2001 mit der eingetragenen Lebenspartnerschaft, sozusagen “Heirat light” für gleichgeschlechtliche Paare. Sie bildete die Rechtsfolgen der Ehe im bürgerlich-rechtlichen Angelegenheiten zum größten Teil nach. Damit wurden z.B. Themen wie Vererbung und Hinterbliebenenversorgung und viele weitere wichtige Bereiche endlich geregelt. Weitere Infos dazu gibt es HIER. Diese große gesellschaftliche Toleranz hat den Betroffenen und Verbänden aber scheinbar nie ausgereicht. Immer wieder gab es Vorstöße für eine weitergehende Gleichstellung. Die Hintergründe und die Notwendigkeit dafür kann ich persönlich nicht nachvollziehen.

In diesem Jahr wird die Bevölkerung nun mit einem Gesetz für die Ehe gleichgeschlechtlicher Lebenspartner konfrontiert. Bereits bestehende Lebenspartnerschaften können ab 1.10.2017 in eine Ehe umgewandelt werden und ab diesem Zeitpunkt sind keine neuen Lebenspartnerschaften nach altem Muster mehr eintragbar. Das alles wurde in atemberaubenden Tempo kurz vor der Sommerpause in seltener Einigkeit von allen Parteien verabschiedet. Ich würde mir wünschen, dass es in wichtigeren Themen ebenso eine Beschlussfreudigkeit des Bundestages geben würde, nun ja.

Die Verabschiedung an sich ist für mich allerdings sehr erstaunlich, da es erhebliche verfassungsrechtliche Bedenken dagegen gibt. Das Gesetzt widerspricht meinem und dem allgemeinen und gesellschaftlichen Verständnis von Familie im herkömmlichen Sinne. Der Grund für eine solche Veränderung wurde der breiten Öffentlichkeit weder ausreichend vermittelt noch bestehende Bedenken ausgeräumt. Die CDU/CSU hat in dieser Frage auch bisher eher als konservativ zu bezeichnende Ansichten vertreten. Ein “Bauchgefühl” unserer Kanzlerin war angeblich für den Sinneswandel verantwortlich, als sie ganz beiläufig den Fraktionszwang in Frage stellte und damit den Weg frei machte. Gleichzeitig stimmte sie aber dem Gesetz nicht etwa zu, sondern formulierte die Bedeutung der klassischen Ehe und den Schutz adoptierter Kinder in gleichgeschlechtlichen Beziehungen. Welchem potentiellen Koalitionspartner wollte sie damit vielleicht ein Geschenk machen?

Rein rechtlich war die eingetragene Lebenspartnerschaft der Ehe mittlerweile sowieso schon fast gleichgestellt. Mit der Ehe für alle wird jetzt nun noch der letzte Unterschied beseitigt: Gleichgeschlechtliche Ehepaare können jetzt Kinder adoptieren. Über die Folgen für das Kindeswohl ist man sich unter Fachleuten uneins. Belastbare Studien dazu gibt es nicht, und die Meinungen reichen von “kein Problem” bis zu Befürchtungen , dass das Erleben von Diskriminierung bei den Kindern zu Verhaltensauffälligkeiten führen kann. Zusätzlich gibt auch Bedenken, dass in schwulen Beziehungen männliche Kinder sexuellen Übergriffen ausgesetzt werden könnten. Das Ärzteblatt schreibt hierzu:

“Die Studienergebnisse zur Frage der Erziehung (und Adoption) von Kindern bei gleichgeschlechtlichen Eltern müssen deutlich relativiert werden. Da 93 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen bei lesbischen Frauen lebten, deren weiche, wenige promiskuide und kaum pädophile und dadurch auch deutlich weniger mit (tödlichen) Geschlechtskrankheiten einhergehende Homosexualität sich klar von der männlichen Homosexualität unterscheidet, darf diese Studie nicht zur Legalisierung der Adoption von Kindern durch homosexuelle Männer benutzt werden, wie das Frau Zypries gegen alle wissenschaftlichen Erkenntnisse leider befürwortet. Homosexuelle Partnerschaften sind zumeist promiskuid.”

Unsere Regierung hat es damit mal wieder ohne Notwendigkeit geschafft unsere Gesellschaft weiter zu spalten. Nicht nachvollziehbare Entscheidungen führen zu Widerstand und Unmut. Frau Merkel ist das aber anscheinend egal, hauptsache mal gemacht und nicht weiter drüber nachgedacht. Sie selbst hat ja dagegen gestimmt und kann sich damit moralisch reinwaschen.

Das es auch anders geht zeigt die AFD: Willkommenskultur für Kinder: Familienförderung und Bevölkerungsentwicklung

Hier noch meine persönliche Botschaft an die Interessenvertreter der Minderheiten von “in nicht klassischen Beziehungsformen lebenden Menschen”: Lebt Euer Leben als Minderheit wie Ihr es wollt, aber provoziert andere nicht unnötig mit Eurer Lebensweise. Seid zufrieden mit dem Erreichten und stellt nicht ständig neue Forderungen. Respektiert die Familie aus Mann, Frau und Kind als einzige natürliche und in der Mehrheit der Gesellschaft anerkannte Form des Zusammenlebens. Vielen Dank.


Bildquelle: BOSSFIGHT

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