Poetry-Slam ging für Veranstalter gründlich schief!

Am gestrigen Abend 26.09.2018 18:00 fand in der Aula der Postgalerie Speyer ein vom Jugendstadtrat Speyer und dem Bündnis “Speyer ohne Rassismus – Speyer mit Courage” organisierter Poetry-Slam statt. Jugendliche lasen dabei in 2 Runden vor dem Publikum selbst verfasste Texte zum Thema Zivilcourage vor. Abgestimmt wurde über die Lautstärke des Beifalls zu den einzelnen Redebeiträgen.

Insgesamt 4 weibliche und 1 männlicher Jugendlicher (wobei eine von ihnen, Theologiestudentin, deutlich älter als die anderen war) traten als Kandidaten an. Unter Ihnen befand sich auch eine 14 jährige Schülerin und Jugendstadträtin, deren „etwas andere“ Beiträge im Laufe der Veranstaltung zu einem veritablen Eklat führten. Dazu später mehr im Beitrag.

Schon die erste Runde war interessant. Der Zuschauer konnte einen sehr blassen und kurzen Beitrag des einzigen männlichen Redners sehen, welcher auch folgerichtig zu seinem direkten Ausscheiden in der ersten Runde führte. Es folgte ein „Coming out“ einer Rednerin als Bisexuelle, und eine weitere nutzte das Forum dafür sich über Männer die sie anmachen oder gar nur anlachen zu beschweren. Eine weitere behandelte auch das Thema „Messerattacken“ in ihrem Vortrag, allerdings nicht im Kontext zu der überwiegend dabei vertretenen Bevölkerungsgruppe. Nun ja, so ging es plätschernd weiter in linksideologischer Selbstverliebtheit, bis zum Auftritt der 14 jährigen. Ihr Beitrag, teils in Latein vorgetragen, war völlig konträr und sprach zur Abwechslung mal die aktuellen Probleme an, die sich aufgrund der massiven und unregulierten Zuwanderung nach Deutschland in den letzten 3 Jahren manifestiert haben.

An den Gesichtern der Veranstalter (und teilweise gleichzeitigen Juroren) konnte man schon den Missmut über solcherlei nicht konforme „Entgleisungen“ erkennen. Schließlich wollte man hier ja eigentlich ein klares „Zeichen gegen Rechts“ und „Fremdenfeindlichkeit“ setzten, womit dieser Beitrag von vornherein nicht in deren Konzept passte. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Maske der angeblich „freien Meinungsäußerung“ und „Akzeptanz für andere Meinungen“ noch aufrecht erhalten. Mit dem Applaus der anscheinend zahlreich erschienenen Unterstützer wurde sie in die 2 Runde katapultiert. Hier kam es dann zum Eklat.

Sie trat als 2. Rednerin auf die Bühne, ohne Manuskript! Man konnte ihr die Aufregung und Nervosität ansehen und in Ihrer Stimme hören. Leider ging viel Inhaltliches unter, weil sie sehr schnell und undeutlich sprach. Aber das was vom Publikum verstanden wurde, führte nach kurzer Zeit zu vereinzelten Buhrufen aus der hintersten Reihe des Publikums.

Im restlichen Drittel des Vortrags sprang die stellvertretende Vorsitzende des Jugendstadtrats Corinna Schlosser plötzlich hinter die Bühne, und drehte ihr das Mikrophon ab! Das löste einen Tumult im Publikum und neben der Jury aus, worauf eine halbe Minute später das Mikrophon wieder angestellt wurde, und sie ihren Vortrag beenden konnte. Im Anschluß daran sprang sie weinend vor Wut über diese Art des Umgangs mit der doch angeblich „freien Rede“ von der Bühne und zog sich in den Hintergrund zurück.

Die letzte der 3 verbliebenen Rednerinnen (die Theologiestudentin) nutzte direkt im Anschluss ihre Chance, ein ordentliches Bashing über ihre Vorrednerin auszuschütten, und ihren eigenen Redebeitrag als passende Antwort auf solches Gedankengut anzukündigen.

Dann folgte für die 3 Redner der letzten Runde die Applausmessung um die Sieger festzustellen. In der Zwischenzeit hatte die 14 jährige sich wieder gefangen und fand sich neben der Bühne ein. Als sie Ihren Applaus abholen wollte, wurde sie massiv von der Jury daran gehindert auf die Bühne zu gehen. Allerdings hatten die Juroren wohl nicht mit ihrer Courage gerechnet, und ehe sie sich versahen, sprang sie einfach auf die Bühne. Nach der Lautstärke des Applauses wäre sie sicher auf dem zweiten, vielleicht sogar auf dem ersten Platz gelandet. Das geschah allerdings nicht. Denn was nicht sein darf, darf eben nicht sein. Also wurde sie übergangen, und die beiden anderen Rednerinnen wurden auf der Bühne als Siegerinnen geehrt. Damit verkam diese Veranstaltung leider völlig zur Farce, und die Reaktionen im Publikum waren dementsprechend.

Über die Qualität der Beiträge der 14 jährigen Jugendstadträtin lässt sich sicherlich streiten. Hängen geblieben von dieser Veranstaltung ist bei mir aber mal wieder der Eindruck, dass alles was linkem Idealismus und Gedankengut widerspricht nur schwer oder auch gar nicht von dessen Anhängern zu ertragen ist. Einer Rednerin das Mikrophon abzustellen, nur weil man mit dem Inhalt ihrer Rede nicht einverstanden ist, und diese dann sogar bei der Siegerehrung vollständig zu übergehen, das hat meiner Meinung nach mit Demokratieverständnis rein gar nichts mehr zu tun. Da ist es dann plötzlich bei den Gutmenschen mit der Solidarität für Minderheiten und anders Denkende nicht mehr sehr weit her. Hier wurden genau die negativen Eigenschaften gepflegt, die diese Herrschaften nur zu gern ihren als rechtsradikal bezeichneten politischen Gegnern vorwerfen.

Man braucht sich im heutigen Deutschland nur einmal mit offenen Augen umzusehen um sehr schnell erkennen, dass das linke politische Spektrum weitaus gewaltbereiter und intoleranter gegenüber anders Denkenden ist, als die ständig als „Rechte“ diffamierten Menschen mit anderen Meinungen. Für die Linken erscheint es legitim, Andersdenkende nieder zu trällern und deren vom Grundgesetz verbrieftes Recht auf Demonstration zu stören, massive Gewalt und Zerstörung im Land auszuüben und damit vorgeblich einen Staat zu schützen, den sie selbst verachten und abschaffen wollen. Welch ein Widerspruch. Das diese Personen dazu oftmals noch vollständig von staatlichen Zuwendungen abhängig sind, noch nie einen Cent Steuern gezahlt haben, und damit wenig bis gar nichts zum Allgemeinwohl beitragen, rundet mein Gesamtbild dieser Gruppierung ab. Solchen Leuten spreche ich das Recht ab mir vorzuschreiben was ich zu denken habe und was ich sagen darf!

Ich bin schon jetzt gespannt darauf in den einschlägigen Medien darüber zu lesen, wie schrecklich alles wieder war und wie böse die „Rechten“ wieder aufgetreten sind. Es hatte doch ein so harmloses, unschuldiges und harmonisches Happening werden sollen – aber nur dann wenn alle die gleiche Meinung vertreten hätten. Meinungsvielfalt aber ist nun mal gelebte Demokratie, insofern war die Veranstaltung letztendlich doch eine wertvolle Lektion in Sachen Toleranz für alle Beteiligten.

Wer will kann den nicht-konformen Redebeitrag hier nachlesen: Poetry-Slam 26.09.2018
Hier das Video des Beitrags:

Jugendstadtrat Speyer: https://www.jsr-speyer.de/kontakt.html
Speyer ohne Rassismus – Speyer mit Courage: https://www.sor-smc-speyer.de
AFD Rheinland-Pfalz: https://www.alternative-rlp.de/

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